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18. Juni 2008: Artikel von Dr. Ute Pascher und Gabriele Thiesbrummel über das Projekt ChanZE im „G.I.B.-Info“ 2/08 erschienen.
„Neue Chemie” und „Zukunftsenergien” sind zwei entscheidende Kompetenzfelder für den Struturwandel in der Emscher-Lippe Region. In beiden Bereichen haben Frauen je spezifische Arbeitsmarktprobleme. Unser geplantes Projekt hat zum Ziel, Ideen zu entwickeln, damit Frauen in gleicher Weise wie Männer in diesen Zukunftsfeldern Ausbildungs-, Beschäftigungs- und Aufstiegschancen bekommen. Das Projekt wird im Rahmen der EU-Gemeinschaftsinitiative EQUAL gefördert werden. Es ist für drei Jahre (2005-2007) projektiert. Getragen werden soll es durch eine Entwicklungspartnerschaft regionaler Akteure und Akteurinnen. Initiiert wurde das Projekt von:
Partnerorganisationen sind u.a.: 
Im Bereich „Neue Chemie” führen berufliche Unterbrechungszeiten zu Dequalifizierung mit der Gefahr von dauerhafter Arbeitslosigkeit. Bisher waren vor allem Frauen von diesen Folgen betroffen, die Situation am Arbeitsmarkt wird dazu führen, dass auch für Männer diskontinuierliche Berufsbiografien zunehmen. Ziel des Projektes ist es, Zeiten von Berufsunterbrechungen zum Qualifikationserhalt oder zur Aufstiegsqualifizierung zu nutzen, um Unternehmen gut ausgebildetes Personal langfristig zu erhalten. Dazu ist es erforderlich, die bestehenden Bildungseinrichtungen der Region zu verknüpfen und ein Qualifizierungssystem zu entwickeln, das geeignete Qualifizierungsmodule zum Erhalt des Qualifikationsniveaus anbietet. Gleichzeitig müssten Qualifizierungsmodule entwickelt werden, die auf einen beruflichen Aufstieg während beruflicher Unterbrechungszeiten abzielen. Die Unternehmen der Region sollen bei der Entwicklung der Qualifizierungsmodule mit eingebunden werden.
Für das Kompetenzfeld „Neue Energie” steht die Öffnung des Zugangs vor allem für junge Frauen im Vordergrund. Ziel des Projektes ist es, Arbeitsbereiche zu identifizieren, die interessant für junge Frauen sein könnten und Module zu entwickeln, die sie an entsprechende Ausbildungen heranführen. Ein weiteres Ziel ist die Identifizierung von neuen Berufsfeldern und -bereichen, die für Frauen auch aus anderen Berufen interessant sein könnten. Im Bereich „Neue Energie” muss neben dem technischen Wissen auch Planungs-, Koordinierungs- und Beratungskompetenz gestärkt werden. Frauen aus kaufmännischen Berufen könnten auf vorhandene Kompetenzen zurückgreifen und durch spezielle Qualifizierungsmodule (z.B. Beratungskompetenz Zukunftsenergien oder EU-Richtlinen im Bereich Energie) auf die neuen Anforderungen in diesem Berufsfeld vorbereitet werden. Die Entwicklung eines neuen Berufsbildes zur „Energiekauffrau/Energiekaufmann” wird ebenfalls Bestandteil des Projektes sein.
Schließlich soll das Projekt auch dazu dienen, bei einer künftigen Gestaltung der Kompetenz- und Zukunftsfelder der Region den Aspekt der Chancengleichheit von Männern und Frauen schon bei der Planung zu berücksichtigen.
Arbeitsfelder des Projektes sollen sein: duale und akademische Ausbildung, betriebliche und außerbetriebliche Weiterbildung, Qualifizierung von betrieblichen Akteuren und Akteurinnen, Fortbildung für Lehrkräfte, Übergangsfeld Schule-Beruf, Berufsentwicklung.